Russlandhoch Dieter lässt Europa weiter zittern. Polare Luft hat nicht nur Ost-, Mittel- und Westeuropa erfasst, sondern auch weite Teile des Mittelmeerraums. So schneit es nun auch in Rom und Istanbul, Athen leidet unter Minusgraden.
Wo sonst sonnenhungrige Mitteleuropäer im Winter gern einmal hin flüchten, herrscht jetzt ebenso frostiges Winterwetter wie zwischen Frankreich und Russland. Tief Julia hat auf Mallorca und Korsika sowie in der Toskana und in Rom für Schneefälle gesorgt, die ohne die kalte Luft aus Norden lediglich kräftige Regenfälle gewesen wären. Auch in Griechenland frieren die Menschen teils bei Minusgraden. Istanbul meldet ergiebige Schneefälle. Vor allem in ländlichen Gebieten ist der Strom ausgefallen, Straßen sind zugeschneit und werden nur mühsam vom Schnee befreit.
Der Osten Europas ächzt ebenso unter der Kältewelle. Rund 140 Menschen sind mittlerweile in der Ukraine, Russland, Rumänien und Polen gestorben, in Deutschland drei. Die klirrende Kälte setzt aber auch den Menschen in Tschechien, Bulgarien, im Baltikum und auf dem Balkan zu. Mancherorts sind Heizungen ausgefallen, Kinder haben kältefrei, Lebensmittel werden gehortet.
Und der Atem von Hoch Dieter ist lang. Bis in die kommende Woche bleibt es weiterhin frostig-kalt, wenngleich die extremen Temperaturen etwas seltener werden. Dennoch herrscht nach wie vor Dauerfrost, so WETTER.NET.