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Wetternews vom 18.08.2019


Hochsommer-Intermezzo im Süden mit Unwetterpotenzia

Der Hochsommer stattet der Südosthälfte am Sonntag einen Kurzbesuch ab. Dabei steigen die Werte örtlich bis 32 Grad. Im Westen und Norden sind Regenwolken bei 17 bis 23 Grad unterwegs. Diese enormen Temperaturunterschiede bleiben nicht ohne Folgen.

Ein Ableger von Tief Bernd wandert in der zweiten Tageshälfte des Samstags und in der Nacht zum Sonntag über uns hinweg nordostwärts. Für die Nordwesthälfte und den Nordosten stehen damit auch am Sonntag unzählige Wolken, Regengüsse bei stark gedämpften Temperaturen von 17 bis 23 Grad auf dem Programm. Zwischen Eifel und Sauerland können örtlich mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen kommen.

Ganz anders sieht es am Sonntag südlich des Tiefs aus. In die Region südöstlich einer Linie vom südlichen Oberrhein zur Neiße schwappt ein Schwung subtropischer Warmluft aus südlichen Gefilden, der die Temperaturen vor allem in Südbayern mit leichter Föhnunterstützung bis auf 32 Grad in die Höhe treibt. Zudem wird die Luft feuchter, besonders im Grenzbereich der beiden stark unterschiedlich temperierten Luft zwischen Saar und Ostsee. Insgesamt bewegt sich dieser Übergangsbereich jedoch ab Sonntagnachmittag langsam weiter südostwärts.

Kein Wunder also, dass in der zweiten Tageshälfte über der Südosthälfte die Gefahr örtlicher Unwetter mit Wolkenbrüchen, stürmischen Böen und heftigen Gewittern wächst. Das erhöhte Unwetterpotenzial besteht besonders abends und in der Nacht.

Die zugehörigen, teils massiven Regenfälle verlagern dann ihren Schwerpunkt über Schwarzwald und Alb sowie Franken und Oberpfälzer Wald langsam weiter ins südliche Bayern und nach Sachsen. Dabei sind bis Montagfrüh durchaus Regenmengen von 35 Litern auf den Quadratmeter und mehr vorstellbar. Lokal sind Überschwemmungen möglich.

Regengüsse und Gewitter beenden jäh die aufkeimenden Hochsommertemperaturen, so dass am Montag in ganz Deutschland wieder einheitlich 19 bis 26 Grad bevorstehen. Abgesehen von wenigen Schauern im Nordwesten und im Nordseeumfeld setzt sich am Montag in weiten Landesteilen freundlicheres Wetter durch, die Sonne meldet sich zurück. Über dem Südosten und Sachsen sowie der Neißeregion behalten Wolken die Oberhand. Die teils ergiebigen Regenfälle ziehen sich dabei langsam weiter ostwärts zurück und werden schwächer.

Doch die Grenzlage ist noch immer nicht beseitigt. Am Dienstag zieht noch einmal ein regenschweres Wolkenband von den Westalpen und dem Südschwarzwald in Richtung nördliche Oberpfalz und Erzgebirge. Dabei können im Stau von Südschwarzwald, Alb und Westallgäu noch einmal 40 bis 50 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen und besonders entlang von Bächen, kleinen Flüssen, an Mittelgebirgshängen sowie in Muldenlagen lokale Überflutungen auslösen.

Zur Wochenmitte beruhigt sich dann auch im Südosten das Wetter, die Sonne gewinnt die Oberhand. Dann steigen Tag für Tag die Temperaturen, ein neuer vielversprechender Hochsommeranlauf bahnt sich an. Sonne und Erwärmung münden dann voraussichtlich in der ersten Hälfte der übernächsten Woche in eine kleine Hitzewelle mit Temperaturen bis 35 Grad über der Südhälfte unseres Landes. Der Hochsommer setzt zum Endspurt an.

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